Berufsunfähigkeit finanziell absichern mit einer Versicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU-Versicherung genannt,  ist eine private Versicherung die im Falle einer dauerhaften Unfähigkeit der Berufsausübung zum Tragen kommt. Diese dauerhafte Beeinträchtigung kann durch Invalidität, Krankheit oder einem Unfall entstehen. Die Folgen einer dauerhaften Berufsunfähigkeit sind in erster Linie finanzielle Einbußen, die den bisherigen Lebensstandard gefährden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann als eigenständige Versicherung abgeschlossen werden. Ebenfalls ist sie aber auch als Zusatzversicherung mit anderen Versicherungen kombinierbar, z.B. einer Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung. In diesem Zusammenhang spricht man dann auch von einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, kurz BUZ.

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Ab wann eine Person als Berufsunfähig im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung angesehen werden kann, ist im Paragraph 240, Abs. 2 SGB VI geregelt:

„Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfanges ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufes und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit vollschichtig ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.“

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Statistische Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit:

Die Altersklasse der 20-jährigen ist mit 43% Anteil der Männer und 38% Anteil der Frauen die am höchsten gefährdete Altersgruppe, die statistisch gesehen berufsunfähig werden. Aber auch die Altersgruppe der 30-jährigen steht dem mit einem Anteil von 41% bei den Männern und 37% bei den Frauen kaum nach. Erst in der Gruppe der 40-jährigen, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit bei Männern auf unter 40%. Dennoch sind auch hier die Werte mit 39% bei Männern, bzw. 35% bei Frauen hoch. Diese Werte senken sich auch nur geringfügig weiter ab bei den 50-jährigen. Hier erreichen die Männer immer noch eine Wahrscheinlichkeit der Berufsunfähigkeit von 34%. Die Frauen unterscheiten hier erstmals mit 29% Wahrscheinlichkeit die 30%-Marke.

Berufsunfähigkeit bis zur Rente mit 65

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich in unterschiedlichen Formen abschließen:

  • Eigenständige Versicherung  (BU)
  • Kombination in Form einer Risikolebensversicherung inklusive einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ)
  • Kombination einer Rentenversicherung mit BUZ
  • Kombination einer Kapitalversicherung mit BUZ
  • Kombination mit Aktienfonds
  • Kombination mit Rentenfonds
  • Basisrente mit BUZ
  • Kombination mit einer betrieblichen Altersvorsorge

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Junge Menschen sind sich der Bedeutung einer Berufsunfähigkeitsversicherung bewusst:

Die Statistik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage unter 18- bis 29-jährigen Deutschen bezüglich möglicher Gründe für die Wichtigkeit des Abschlusses einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Im Jahr 2011 gaben 36 Prozent der Befragten an, dass sie eine solche Versicherung zur Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit für wichtig halten. 25% sehen die Berufsunfähigkeitsversicherung als Absicherung für einen Verdienstausfall an und 22% sehen allgemein Ihre Zukunft dadurch gesichert.

Warum junge Leute eine Berufsunfähigkeitsversicherung für wichtig halten

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